Eine Werbeagentur, die alles kann?

WerbeagenturIn einer Werbeagentur dreht sich alles um Werbung: Doch diese hat inzwischen so viele Facetten, das nicht nur Kommunikationsexperten anzweifeln, ob Werbeagenturen von heute wirklich noch alle Disziplinen von der Printkampagne bis zum Facebook-Marketing beherrschen (können).

Auch Unternehmen neigen zum Phänomen des Agentur-„Splittings“: Sie vergeben nicht mehr ihr Werbebudget an eine Agentur und realisieren mit ihr ihren Markenaufbau, ihr Corporate Design, ihren Online- und Offlineauftritt – nein, für jeden Part der Werbung wird eine eigenständige Werbeagentur beauftragt: Da ist die Agentur für den Relaunch der Internetseite, da ist eine andere für den geplanten TV-Spot und wieder eine andere für die Communities in den Social Media.

Was dabei mitunter verloren geht, ist nicht nur der Überblick, sondern auch eine einheitliche Kommunikation und eine aufeinander abgestimmte Botschaft.

Das merken Unternehmen manchmal leider erst zu spät – dann wenn Kunden fernbleiben, wenn Umsätze fehlen und wenn Werbung eben nicht die gewünschten Effekte erzielt. Viele Köche verderben den Brei…

Früher galt das Motto noch wie selbstverständlich: Eine für alles. Nämlich eine Werbeagentur für alle Angelegenheiten der Werbung, PR und Öffentlichkeitsarbeit einer Marke. Das spart Zeit, Geld und Ressourcen. Wer einmal seine Sache gut gemacht hat, hat Vertrauen gewonnen. Und kann vielleicht auch noch das ein oder andere mehr: Können Sie auch Webdesign? Oder: Haben sie auch jemanden für SEO Düsseldorf? Das sind typische Fragen, die – wenn sie mit Ja beantwortet wurden – fast automatisch direkt zum nächsten Auftrag führten. Nicht immer war das gut, auch das soll zugegeben sein.

Zum Beispiel, wenn sich der vermeintliche Webdesigner als einfacher Grafiker entpuppte, für den Begriffe wie Usability oder User Experience so fremd wie altgriechische Vokabeln waren.

 

Kommunikation ohne Umwege – eine Werbeagentur statt vieler Agenturen

Irgendwann im Laufe der letzten Jahre und mit der zunehmenden Komplexität der Medien- und Werbelandschaft ist dieses Denken aber scheinbar grundsätzlich verloren gegangen. Neben der klassischen Werbeagentur stehen plötzlich Mediagenturen, SEO-Agenturen oder Fotoagenturen auf dem Plan.

Spezialisierung ist schön und gut, Arbeitsteilung und Ressourcenverteilung ebenso – doch kann das Ganze bei aller Expertise und allem Know-How neben den unbestritten positiven Effekten, auch böse Nebenwirkungen entfachen – dann nämlich, wenn das Know-How ausdifferenziert ist, wo es eigentlich zusammengehört: Gefährlich und unverständlich aus Kommunikationssicht wird es zum Beispiel, wenn Einheiten auseinandergerissen werden, die fast von Natur aus sinnvollerweise nahe beieinander stehen:

  • Wie der Aufbau einer Internetseite und deren Optimierung nach Kriterien des SEO.

Dabei können Abläufe nach wie vor – und mehr denn je?! – durch eine enge Zusammenarbeit der einzelnen Bereiche vielmehr optimiert werden:

  • Dies zeigt zum Beispiel regelmäßig die Werbeagentur Echtzeit mit ihren Print- und Plakatkampagnen, bei denen doe Art-Direktion das Konzept aufstellt, das Fotostudio das Bildmaterial gleich vor Ort umsetzt und die Bildbearbeitung bzw. Reinzeichnung diesem am Ende den letzten Schliff verleiht.

Kompetenzen auslagern, die man selbst nicht beherrscht, oder die ein anderer einfach beherrscht, das ist das Eine.

Etwas Anderes ist aber das sinnvolle Bündeln von Kompetenzen. Denn dies führt bei einer Werbeagentur zu Ergebnissen aus einem Guss.

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